María Cecilia Barbetta auf der FILBo
Literatur|Deutschland ist auf der FILBo mit der Gastautorin María Cecilia Barbetta vertreten, die an verschiedenen Veranstaltungen auf dem Messegelände sowie an externen Programmpunkten teilnehmen wird.
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Universidad Nacional / Corferias / Goethe-Institut
- Sprache Spanisch
Die 1988 gegründete Internationale Buchmesse von Bogotá zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen der spanischsprachigen Verlagswelt. Die 35. Ausgabe steht unter dem Thema „Die Worte des Körpers“ und widmet sich der Erforschung von Imagination, Sprache, Emotion, sinnlicher Wahrnehmung und dem gesellschaftlichen Dialog über den Körper.
Im Juli 2008 veröffentlichte Barbetta ihren ersten Roman auf Deutsch, Änderungsschneiderei Los Milagros, der in ihrer Heimat Buenos Aires spielt und im selben Jahr auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Aspekte-Literaturpreis für den besten Debütroman ausgezeichnet wurde. Nach mehreren Auszeichnungen erschien 2018 sein zweiter Roman Nachtleuchten, der mit dem renommierten Alfred-Döblin-Preis der Berliner Akademie der Künste und dem Chamisso/Hellerau-Preis in Dresden ausgezeichnet wurde und ebenfalls auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Im Jahr 2023 schließlich erscheint die spanische Übersetzung Nocturno esplendor, in der Barbetta erneut Deutschland und Argentinien miteinander verschränkt, um mit Fantasie und Zärtlichkeit eine Schlüsselepisode der argentinischen Geschichte zu rekonstruieren.
María Cecilia Barbetta (Deutschland) und Isabella von Bülow (Deutschland)
Samstag, 26. April
11:30 bis 12:30 Uhr
Sala María Mercedes Carranza, Corferias.
Was passiert, wenn man in einer anderen Sprache als der Muttersprache schreibt? Eröffnen sich an der Schwelle des Ausdrucks neue Perspektiven und Erfahrungen durch das Schreiben in einer zweiten Sprache? María Cecilia Barbetta verfasste Nocturno esplendor auf Deutsch, Isabella von Bülow schrieb La niña alemana de El Palmar auf Spanisch. In diesem Gespräch reflektieren beide Autorinnen über ihr literarisches Schaffen und das Schreiben jenseits der eigenen Muttersprache.
Buchsignierung durch María Cecilia Barbetta und Isabella von Bülow: 12:30 bis 13:30 Uhr.
Die Sprache als Erweiterung des Körpers
María Cecilia Barbetta (Deutschland) und Dorothée Elmiger (Schweiz). Moderation: Jhon Mesa
Sonntag, 27. April
14:30 – 15:30 Uhr
Gran Salón E, Corferias.
Die deutsch-argentinische Schriftstellerin María Cecilia Barbetta (Nocturno esplendor) schreibt auf Deutsch – einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Diese sprachliche Verschiebung verweist auf ihre Migrationserfahrung und thematisiert die Spannung zwischen Körper und Sprache. In ihrer poetischen Prosa sucht sie nach einer Ausdrucksform für die Materialität von Gefühlen und Erinnerungen. Auch Dorothée Elmiger arbeitet mit einer experimentellen Sprache, die die Fragmentierung des Körpers in einer globalisierten Welt widerspiegelt. Ihr dokumentarisches Schreiben in Aus der Zuckerfabrik zielt darauf ab, die Lesenden körperlich und emotional zu berühren. Beide Autorinnen bewegen sich auf einem gemeinsamen Terrain – dem der Sprache als Raum der Erfahrung. Im Gespräch mit Jhon Mesa diskutieren sie ihre literarische Praxis.
Buchsignierung durch María Cecilia Barbetta und Dorothée Elmiger: 15.30 bis 16.30 Uhr.
Verborgene Geschichten: Was motiviert uns, in der Vergangenheit zu forschen?
María Cecilia Barbetta (Deutschland) und Dorothée Elmiger (Schweiz). Moderation: Valentina Wieser (Österreich)
Dienstag, 29. April
17:30 – 19:00 Uhr
Goethe-Institut Bogotá, Carrera 11A # 93-52
Geschichte und Erinnerung spielen in den Werken beider Autorinnen eine zentrale Rolle – wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Dorothée Elmiger, ausgebildete Historikerin, arbeitet mit Archivmaterial und Bildern, um Themen wie Kapitalismus, koloniale Ausbeutung und globale Verflechtungen zu untersuchen – eindrucksvoll sichtbar in Aus der Zuckerfabrik. María Cecilia Barbetta wiederum thematisiert in Nachtleuchten die politischen Spannungen und den gemeinschaftlichen Widerstand während der argentinischen Diktatur. Ihre Erzählung ist zugleich geprägt von persönlichen Migrationserfahrungen und der Verbindung zweier Kulturen. Beide Autorinnen setzen auf experimentelle Schreibformen, um verborgene Geschichten der Vergangenheit offenzulegen und aktuelle Fragen nach Identität, Erinnerung und Widerstandsfähigkeit literarisch zu verhandeln.
Das Geheimnis hinter einem Fehler
Mittwoch, 30. April
14:00 – 16:00 Uhr
Universidad Nacional de Colombia
Edificio de Posgrados 222
María Cecilia Barbetta entdeckte das kreative Schreiben durch einen Zufall: Ein Rechtschreibfehler in einer deutschen Anzeige für eine Reparaturwerkstatt inspirierte den Titel ihres ersten Romans Änderungsschneiderei Los Milagros. In ihrem Vortrag spricht die Autorin über ihre Lebensgeschichte als Deutschlernende, Deutschlehrerin und Migrantin. Sie erzählt, wie sie zum Schreiben kam – und wie dieser Weg sie zu Nominierungen für bedeutende deutschsprachige Literaturpreise führte.
Streaming in YouTube
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, die anschließende Diskussion auf Deutsch und Spanisch.
Eintritt frei, vorherige Anmeldung erforderlich unter biblioteca.bogota@goethe.de. Bitte geben Sie Name, Telefonnummer und Ausweisnummer an.
Das Veranstaltungsprogramm mit der Autorin María Cecilia Barbetta wird vom Goethe-Institut in Kooperation mit der Internationalen Buchmesse von Bogotá, der Deutschen Botschaft, der Österreichischen Botschaft und der Schweizerischen Botschaft in Bogotá organisiert.
María Cecilia Barbetta
María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires, Argentinien, geboren und wuchs im Stadtteil Villa Ballester auf, wo sie eine zweisprachige spanisch-deutsche Schule besuchte. Nach ihrem Abschluss als Deutschlehrerin am Instituto Superior de Lenguas Vivas Juan Ramón Fernández zog sie 1996 dank eines DAAD-Stipendiums nach Berlin. Dort schloss sie Ende 2000 ihre Promotion in Germanistik an der Freien Universität Berlin ab und beschloss, sich in der deutschen Hauptstadt niederzulassen.Im Juli 2008 veröffentlichte Barbetta ihren ersten Roman auf Deutsch, Änderungsschneiderei Los Milagros, der in ihrer Heimat Buenos Aires spielt und im selben Jahr auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Aspekte-Literaturpreis für den besten Debütroman ausgezeichnet wurde. Nach mehreren Auszeichnungen erschien 2018 sein zweiter Roman Nachtleuchten, der mit dem renommierten Alfred-Döblin-Preis der Berliner Akademie der Künste und dem Chamisso/Hellerau-Preis in Dresden ausgezeichnet wurde und ebenfalls auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Im Jahr 2023 schließlich erscheint die spanische Übersetzung Nocturno esplendor, in der Barbetta erneut Deutschland und Argentinien miteinander verschränkt, um mit Fantasie und Zärtlichkeit eine Schlüsselepisode der argentinischen Geschichte zu rekonstruieren.
Veranstaltungen
Die Möglichkeiten der SpracheMaría Cecilia Barbetta (Deutschland) und Isabella von Bülow (Deutschland)
Samstag, 26. April
11:30 bis 12:30 Uhr
Sala María Mercedes Carranza, Corferias.
Was passiert, wenn man in einer anderen Sprache als der Muttersprache schreibt? Eröffnen sich an der Schwelle des Ausdrucks neue Perspektiven und Erfahrungen durch das Schreiben in einer zweiten Sprache? María Cecilia Barbetta verfasste Nocturno esplendor auf Deutsch, Isabella von Bülow schrieb La niña alemana de El Palmar auf Spanisch. In diesem Gespräch reflektieren beide Autorinnen über ihr literarisches Schaffen und das Schreiben jenseits der eigenen Muttersprache.
Buchsignierung durch María Cecilia Barbetta und Isabella von Bülow: 12:30 bis 13:30 Uhr.
Die Sprache als Erweiterung des Körpers
María Cecilia Barbetta (Deutschland) und Dorothée Elmiger (Schweiz). Moderation: Jhon Mesa
Sonntag, 27. April
14:30 – 15:30 Uhr
Gran Salón E, Corferias.
Die deutsch-argentinische Schriftstellerin María Cecilia Barbetta (Nocturno esplendor) schreibt auf Deutsch – einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Diese sprachliche Verschiebung verweist auf ihre Migrationserfahrung und thematisiert die Spannung zwischen Körper und Sprache. In ihrer poetischen Prosa sucht sie nach einer Ausdrucksform für die Materialität von Gefühlen und Erinnerungen. Auch Dorothée Elmiger arbeitet mit einer experimentellen Sprache, die die Fragmentierung des Körpers in einer globalisierten Welt widerspiegelt. Ihr dokumentarisches Schreiben in Aus der Zuckerfabrik zielt darauf ab, die Lesenden körperlich und emotional zu berühren. Beide Autorinnen bewegen sich auf einem gemeinsamen Terrain – dem der Sprache als Raum der Erfahrung. Im Gespräch mit Jhon Mesa diskutieren sie ihre literarische Praxis.
Buchsignierung durch María Cecilia Barbetta und Dorothée Elmiger: 15.30 bis 16.30 Uhr.
Verborgene Geschichten: Was motiviert uns, in der Vergangenheit zu forschen?
María Cecilia Barbetta (Deutschland) und Dorothée Elmiger (Schweiz). Moderation: Valentina Wieser (Österreich)
Dienstag, 29. April
17:30 – 19:00 Uhr
Goethe-Institut Bogotá, Carrera 11A # 93-52
Geschichte und Erinnerung spielen in den Werken beider Autorinnen eine zentrale Rolle – wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Dorothée Elmiger, ausgebildete Historikerin, arbeitet mit Archivmaterial und Bildern, um Themen wie Kapitalismus, koloniale Ausbeutung und globale Verflechtungen zu untersuchen – eindrucksvoll sichtbar in Aus der Zuckerfabrik. María Cecilia Barbetta wiederum thematisiert in Nachtleuchten die politischen Spannungen und den gemeinschaftlichen Widerstand während der argentinischen Diktatur. Ihre Erzählung ist zugleich geprägt von persönlichen Migrationserfahrungen und der Verbindung zweier Kulturen. Beide Autorinnen setzen auf experimentelle Schreibformen, um verborgene Geschichten der Vergangenheit offenzulegen und aktuelle Fragen nach Identität, Erinnerung und Widerstandsfähigkeit literarisch zu verhandeln.
Das Geheimnis hinter einem Fehler
Mittwoch, 30. April
14:00 – 16:00 Uhr
Universidad Nacional de Colombia
Edificio de Posgrados 222
María Cecilia Barbetta entdeckte das kreative Schreiben durch einen Zufall: Ein Rechtschreibfehler in einer deutschen Anzeige für eine Reparaturwerkstatt inspirierte den Titel ihres ersten Romans Änderungsschneiderei Los Milagros. In ihrem Vortrag spricht die Autorin über ihre Lebensgeschichte als Deutschlernende, Deutschlehrerin und Migrantin. Sie erzählt, wie sie zum Schreiben kam – und wie dieser Weg sie zu Nominierungen für bedeutende deutschsprachige Literaturpreise führte.
Streaming in YouTube
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, die anschließende Diskussion auf Deutsch und Spanisch.
Eintritt frei, vorherige Anmeldung erforderlich unter biblioteca.bogota@goethe.de. Bitte geben Sie Name, Telefonnummer und Ausweisnummer an.
Das Veranstaltungsprogramm mit der Autorin María Cecilia Barbetta wird vom Goethe-Institut in Kooperation mit der Internationalen Buchmesse von Bogotá, der Deutschen Botschaft, der Österreichischen Botschaft und der Schweizerischen Botschaft in Bogotá organisiert.
Ort
Universidad Nacional / Corferias / Goethe-Institut
Kolumbien
Kolumbien
Ort
Universidad Nacional / Corferias / Goethe-Institut
Kolumbien
Kolumbien