Retrospektive
Deutschland auf dem World Cultural Festival und der Karachi Biennale 2024

Picture of the performance by Cocoon Dance
© Goethe-Institut

Das World Cultural Festival 2024 im Arts Council Pakistan (ACP) in Karachi war ein lebendiges Schaufenster der weltweiten künstlerischen Exzellenz. In diesem Jahr standen zwei faszinierende Darbietungen besonders heraus: Cocoon Dance und das Cheel Trio haben die Fantasie und die Herzen aller Besucher erobert. Das Goethe-Institut in Pakistan war der größte Sponsor des Festivals, als Teil seines internationalen kulturellen Engagements.

Ätherische Erkundung des „Ungedachten Körpers“: Eine atemberaubende Performance von Cocoon Dance.

Am 31. Tag des Weltkulturfestivals verwandelte sich die Bühne des ACP in ein Reich des reinen künstlerischen Ausdrucks, als Cocoon Dance, ein deutsch-schweizerisches Ensemble für zeitgenössischen Tanz, seine umjubelte Performance präsentierte, die den „ungedachten Körper“ erforschte.

Das im Jahr 2000 von der Choreografin Rafaële Giovanola und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründete Ensemble Cocoon Dance ist dafür bekannt, die Grenzen von Bewegung und Tanz zu verschieben. Ihre Performance, die von abstrakten, gefühlsbetonten Gesten und Improvisationen geprägt ist, lud das Publikum zu einer immersiven Erfahrung ein, bei der der Körper zu einem Ort der Erforschung jenseits von Worten und Gedanken wurde. Die Choreografie, bei der jede Bewegung aus einer spontanen Entdeckung heraus zu entstehen schien, schuf eine jenseitige Atmosphäre, die das Publikum auf einer tiefen emotionalen und intellektuellen Ebene ansprach. Die Aufführung war eine seltene Gelegenheit zu erleben, wie das „Ungedachte“ unser Verständnis der menschlichen Form, der Wahrnehmung und der Verbindung formen kann.

Die hypnotisierende Ausführung dieser ätherischen Bewegungen durch Cocoon Dance zog das Publikum in ihren Bann und erinnerte es eindringlich an das grenzenlose Potenzial des Körpers in seiner freiesten, ungezügelten Form.
Mehr über die Künstler*innen erfahren Sie hier:
Instagram.com/cocoondance

Musik, die die Seele entzündet: Ein Jazzerlebnis mit dem Cheel Trio

Am 35. Tag des Festivals stand der Jazz mit dem Cheel Trioim Mittelpunkt - ein Kollektiv, das aus der reichen Tradition des Jazz schöpft und gleichzeitig eine Fusion moderner Klänge schafft. Die Saxophonistin Luise Volkmann, der Gitarrist Paul Jarret und der Schlagzeuger Max Andrzejewski aus Deutschland erweckten die Klänge des improvisierten Jazz im Auditorium 1 des ACP zum Leben.

Der Auftritt des Trios war eine außergewöhnliche musikalische Reise, bei der sich komplizierte Rhythmen mit gefühlvollen Melodien vermischten, die das Publikum von Anfang bis Ende zum Schunkeln und Grooven brachten. Mit jeder Improvisation schufen sie ein dynamisches Wechselspiel zwischen Harmonie und Spannung, wobei sie die Grenzen des Jazz ausloteten und etwas Einzigartiges schufen. Die intime und doch elektrisierende Atmosphäre, die sie im Saal schufen, zeigte die transformative Kraft der Musik, die Kulturen überwindet und das Publikum auf einer tieferen Ebene verbindet.
Mehr über die Künstler erfahren Sie hier:
Instagram.com/CheelTrio

Karachi Biennale eröffnet für die Öffentlichkeit

Die vierte Ausgabe der Karachi Biennale (KB24), Pakistans größter Ausstellung zeitgenössischer Kunst, wurde am 27. Oktober eröffnet. Sie ist bis zum 10. November für das Publikum geöffnet.

Die diesjährige Biennale markiert einen bedeutenden Meilenstein, da Waheeda Baloch, Professorin an der University of Sindh, Jamshoro, als erste weibliche Kuratorin der Veranstaltung das Ruder übernimmt. Ihr kuratoriales Thema, Rizq (رزق) | Risk, beschäftigt sich mit der Überschneidung von Nahrung und Bedrohung und erforscht kritische globale und lokale Themen rund um Ernährungssicherheit und ökologische Herausforderungen. Die peruanisch-deutsche Künstlerin Daniela Zambrano stellte ihr Projekt über die „Kolonialgeschichte der Kartoffel“ zusammen mit einer interaktiven und kollaborativen Performance aus, bei der sie das peruanische Gericht „Pachamanca“ live kochte.

Pachamanca - der Topf des Kosmos - ist eine Interpretation / Annäherung an das, was es in Quechua bedeutet. Es handelt sich um ein Fest und ein kollektives Ritual, das über 4000 Jahre zurückreicht. Die nachweislich älteste Pachamanca wird von den woemna dn emen von Lauricocha in den zentralen Anden von Peru gefeiert. Das Wichtigste an dieser Form des Kochens ist, dass sie unterirdisch mit heißen Steinen und einer Reihe von Zutaten aus den Anden und dem Amazonasgebiet zubereitet wird.

Mehr über den Künstler erfahren Sie hier:
https://www.instagram.com/DanielaZambranoAlmidon
 

Top