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12:40 Uhr

Lesung mit Boris Pfeiffer

Lesung|Der Autor der spannenden Krimigeschichten für Kinder zu Gast im Goethe-Institut in Warschau

  • Bibliothek Goethe-Institut Warschau, Warszawa

  • Sprache Auf Deutsch mit Übersetzung ins Polnische
  • Preis Eintritt frei

Lesung mit Boris Pfeiffer © Boris Pfeiffer

Lesung mit Boris Pfeiffer © Boris Pfeiffer

Kennt ihr die „Die drei ??? Kids“? Oder habt ihr vielleicht schon von dem spannenden Buch „Das Grusselschloß“ gehört?

Am 17. Mai 2025 haben wir die Gelegenheit, Boris Pfeiffer, den erfolgreichen Autor der „Die drei ??? Kids“- Reihe, bei einer exklusiven Lesung zu erleben.

Boris Pfeiffer nimmt uns mit auf eine Reise in die Welt seiner faszinierenden Bücher, in denen Abenteuer und Rätsel auf spannende Weise miteinander verwoben sind. Freut euch auf einen Nachmittag voller Nervenkitzel und überraschender Wendungen!

Die Lesung mit Boris Pfeiffer ist ein Muss für alle Fans der „Die drei ??? Kids“-Reihe und natürlich auch für alle, die es noch werden möchten. Der Autor wird uns nicht nur in die Welt seiner Geschichten entführen, sondern auch mehr über seine Bücher und die Entstehung seiner Detektivgeschichten erzählen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Autogramm von Boris Pfeiffer zu erhalten.

Seid dabei, wenn Boris Pfeiffer uns an seinen Geschichten teilhaben lässt!

Buchcover „Die drei ??? Kids” © Boris Pfeiffer

Ein erstaunliches Detektiv- und Abenteuerbuch, bei dem der Leser den Verlauf der Handlung mitbestimmen kann. Die drei Hauptfiguren begleiten Mr. Shaw am Set eines alten Schlosses, wo ein neuer Horrorfilm gedreht wird. Doch während der Arbeit stoßen die Filmemacher immer wieder auf Hindernisse und müssen mit weiteren Pannen zurechtkommen. Diese Ereignisse bieten Peter, Justus und Bob die perfekte Gelegenheit, ein kriminalistisches Geheimnis zu lüften. Was in dem alten Schloss passiert, hängt auch von dir ab!
(Inhalt der Beschreibung IBIS-Verlag)

Die Magie der Worte und der Inspiration: Ein Gespräch mit Boris Pfeiffer

Goethe-Institut: Wann haben Sie angefangen zu schreiben?
Boris Pfeiffer: Ich habe angefangen zu schreiben, da war ich 13 Jahre alt. Unser Deutschlehrer hat mit uns Gedichte gelesen und wir sollten dann als Hausaufgabe ein Gedicht schreiben. An diesem Tag war mein Vater wütend auf mich, weil ich alle Weihnachtskekse aufgegessen habe und hat mich in meinem Zimmer eingesperrt. Dann habe ich ein Gedicht geschrieben, wie ich meinen Vater verprügle, und dann bin ich zu ihm gegangen und habe ihm das vorgelesen. Da musste er so lachen und hat sich so gefreut über mein Gedicht, dass er gesagt hat, du bist wieder frei. Und ich dachte, Gedichte können eine Wirkung haben. Von diesem Tag an habe ich nie wieder aufgehört, Gedichte zu schreiben. Ich habe dann ein Gedicht geschrieben, als ich traurig war, als mein Hund starb. Ich habe ein Gedicht geschrieben über die leckerste Torte meiner Großmutter. Und mein gesamtes Schreiben ist aus diesen Gedichten hervorgegangen.

GI: Woher bekommen Sie Inspiration? Wie kommen Sie auf die Geschichten?
BP: Vielfältig: Ich lese, ich gucke natürlich auch Filme, ich recherchiere, ich lasse mir von Menschen Geschichten erzählen und aus all dieser Weltwahrnehmung bilden sich dann in mir neue Geschichten. Ich arbeite meistens gerne mit der Fabel und mit Tieren, weil ich finde, darüber kann man eine Distanz zur Welt herstellen, die gleichzeitig einen als Leser und Leserin ganz tief mitnimmt. Denn die Liebe zu Tieren ist eigentlich immer groß bei Kindern. Gleichzeitig kann ich dadurch eine Art verfremdenden Blick auf die Gesellschaft herstellen, der genau und scharf, aber auch bunt ist.

GI: Schreiben Sie mit der Hand, mit dem Computer oder sogar noch mit der Schreibmaschine?
BP: Mit der Schreibmaschine habe ich angefangen, das habe ich geliebt, die alte Schreibmaschine meines Vaters. Die habe ich heute noch. Jetzt schreibe ich am Computer. Ich arbeite sehr viel mit der Hand, wenn ich mir Ideen ersinne oder wenn ich mir Notizen mache, dann habe ich immer viele Zettel auf dem Tisch und Notizbücher, aber irgendwann übertrage ich das auf den Computer.

GI: Sicher haben wir in unserem Publikum angehende junge Schriftsteller*innen. Haben Sie Tipps, wie man Schriftsteller*in werden kann?
BP: Also erstens, der Antrieb ist das Schreiben selbst. Wenn jemand schreibt, dann spürt der Mensch das ja, warum er das will, und kann introspektiv damit umgehen. Dann ist das Schreiben Regelmäßigkeit, Schreiben heißt arbeiten. Immer wieder. Und auch einen Blick entwickeln auf das eigene Beschriebene: Kann ich es verbessern, bin ich glücklich mit dem? Das zweite und dritte ist, wenn ich etwas gut finde, dann sollte ich dazu stehen. Zu viel Kritik von außen schadet. Den größten Fehler, den man machen kann, ist es allen recht machen zu wollen. Schreiben heißt auch bei sich sein und zu dem, was man da schreibt, zu stehen.


Über den Autor und den Verlag:

Der Verlag Akademie der Abenteuer wurde Ende 2020 gegründet. Hier fanden zunächst Kinderbücher ein neues Zuhause, die sonst aus dem Buchhandel verschwunden wären. Dies ermöglicht den Autorinnen und Autoren ihre Bücher auch weiterhin bei Lesungen vorzustellen und ihre Backlist zu pflegen. Schritt für Schritt kamen dann Neuveröffentlichungen hinzu. Seitdem sind über 50 Bücher von mehr als 20 Autorinnen und Autoren aus vielen Teilen der Welt erschienen –  zweimal hochgelobt von Elke Heidenreich, einmal in den Musenblättern zum Buch des Jahres gekürt. Alle Bücher des Verlags lassen sich finden im Überblick.

Boris Pfeiffer ist einer der meistgelesenen Kinderbuchautoren Deutschlands. Er schrieb zum Beispiel die von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als einzigartig gelobte historisch-fantastische Zeitreisensaga ‚Akademie der Abenteuer‘, wie auch über 100 Bände für die beliebte Kinderbuchreihe ‚Drei ??? Kids‘. Von ihm stammen, Celfie und die Unvollkommenen‘, ‚Die Unsichtbar-Affen oder ‚Das wilde Pack‘. Er ist der Gründer des Verlags Akademie der Abenteuer. Zuletzt erschienen dort von ihm zusammen mit der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister die Gedicht- und Bildbände für Erwachsene „Nicht aus Adams Rippe“ und „Mitten im Leben“. Die nächste Ausstellung mit den Bildern und Gedichten findet 2025 in der Bibliothek Zeuthen statt. Band 3 und 4 entstehen zur Zeit. Von Kindern mit großer Aufmerksamkeit gelesen wird Boris Pfeiffers vierbändige Ozean-Geschichte SURVIVORS, die von einem Schwarm bunt zusammengewürfelter Fische erzählt, deren gemeinsames Ziel es ist, den Klimawandel zu überleben. Sein Roman „Feuer, Erde, Wasser, Sturm – Zum Überleben brauchst du alle Sinne“ wurde in der Süddeutschen Zeitung als eines der zehn besten Jugendbücher des Jahres 2023 gewählt. Er arbeitet zur Zeit an einem neuen Roman.