Coloured and Choosing - Eine immersive Gender-Klanginstallation
© Nina Buttendorf
Dauer: 20-minütiges Hörerlebnis mit geschlossenen Augen
Coloured and Choosing wurde im Rahmen der
bangaloREsidency-Expanded in Zusammenarbeit mit dem
Wisp Kollektiv aus Leipzig entwickelt.
In der
3D-Klanginstallation erlebt das Publikum das Persönliche und Politische in einem Geschlechterraum mit verbundenen Augen. Der Raum ist mit über
30 Klangquellen durchzogen, die sich jeweils von der persönlichen Stimme zum Politischen wandeln und das Publikum einladen, sich auf ihre Geschlechterfrequenz einzustellen.
Ich bin Ende Juli beim WISP Kollektiv angekommen und war sehr neugierig auf ihre Arbeit und sehr gespannt darauf, alle dort anzutreffen. Meiner Meinung nach funktioniert Wisp als eine wirklich interdisziplinäre Kunst/-Kulturorganisation. Während Felix damit beschäftigt war Cricket-Sounds in einer Höhle zu installieren, versuchten Paul & Emma Gesten in eine Multimedia-Visualisierungen zu programmieren, und Nina dokumentierte rigoros jeden Teil der Arbeit. Meine Einführung in das
3D Sound Lab war aufregend und einschüchternd. Ich denke, dass ich nach der ersten Sitzung mit Felix die Möglichkeiten des 3D-Sounds verstanden habe.
Meine Arbeit in der Residenz bestand darin, eine dramaturgische Erzählung als Ausgangspunkt für das Klangerlebnis zu schaffen. Felix und ich haben verschiedene Möglichkeiten von Schallquellen und Publikumspositionen ausgearbeitet. Das half mir, die Klanglandschaft als Ebenen zu betrachten. Daher entwickelte sich die Erzählung auch in Schichten vom Intimen zum Politischen.
Meine eigenen Geschlechter- und Lebenserfahrungen, gepaart mit hinduistischer Mythologie, Stimmen und Interviews wurden zur Materialquelle und Ausgangspunkt für das Projekt. Mit Unterstützung meines Klangkollegen MT Aditya komponierte ich eine Reihe von Momenten, die Urteile, Wahrnehmungen, Gedichte, Slice-of-Life Situationen, Liebesbriefe und Interviews mit Kollegen, Freund*innen und Bekannten beinhalteten. Felix und ich verbrachten Zeit im Studio und platzierten die Kompositionen in einer 3D-Umgebung.
Wir haben das Publikum eingeladen, die Audio-Performance zu erleben. Ihr Feedback war wertvoll und ließ mich verstehen, wie die Auftritte vom Publikum inidviduell wahrgenommen wurden und wie einzigartig die Erfahrungen der einzelnen Mitglieder*innen waren.
Und ja, wir hatten lustige Dosa-Partys, deutsche Spätzle-Partys sowie Bauernhof-Partys im Rahmen meines Aufenthalts in Leipzig. Ein großes Dankeschön geht an das Goethe-Institut Bangalore, welches diesen Prozess ermöglicht hat. Hierfür bin ich überaus dankbar.